Juni 30

Die 8. Etappe

Es kam wie es kommen musste, wir fahren seit einiger Zeit zu Dritt: mein Partner, ich und DER WIND!! So gingen wir also eine 3er-Fahrgemeinschaft ein. Manchmal ist er halt ein bissi zu stürmisch, sodass man trotz ordentlicher Beladung ins Wanken gerät, doch die meiste Zeit ist er freundlich und praktisch: er hält uns vor allem den Regen vom Hals.

Heute hatten wir also endlich diese wuschig weißen Watte-Wolken am Himmel mit Sonnenschein, der uns in die Wachau begleitete.

Nachstehend ein paar Impressionen auf dem Weg dorthin:

Jetzt aber: Grüße direkt aus der Wachau, nächst Spitz und Dürnstein!

Genießen Forelle und Wildschwein direkt an der Donau.

Abends setzte wieder Regen ein, da hatten wir den Heurigenbesuch aber schon hinter uns.

Für morgen steht eine Donauschifffahrt am Plan, soferne es sich heute in der Nacht ausregnet.

Juni 29

Die 7. Etappe

Die Fahrt von Mondsee weg über den Attersee nach Linz über Wels ist nicht so weit, es nieselte leicht und so gingen wir es auch stimmungstiefbedingt langsamer an.

Vorher noch Impressionen vom Mondsee und vom Attersee – beide wunderschön blau bzw. türkisfarbig:

Mondsee

Attersee

Die Strecke von Wels nach Linz war geprägt von einem Gewerbegebiet zum nächsten mit entsprechend viel stinkigem Lkw-Verkehr. Wenigstens wurde die Gegend flacher und überschaubarer!

Die meiste Zeit fuhren wir also mit Regenklamotten, die sich in Linz direkt bezahlt machten, da es da ja heißt: in Linz beginnt’s = ja, zu regnen!!!

Nach dem Zwischentief wurde es aber wieder richtig schön und so konnten wir nach einer Irrfahrt durch die Stadt – man könnte es auch als Sightseeing tarnen – die Fahrt mit der Pöstlingbergbahn auf denselben voll genießen.

Hier noch ein Foto auf den Berg von etwas weiter weg – LINKS von mir, also fuzziklein zu sehen:

Grüße vom Pöstlingsberg / Linz

Nach der anstrengenden Berg- und Talfahrt musste wieder ausgiebig in einem italienischen Restaurant gegessen werden:

Bevor es dann zum wohlverdienten Ausruhen ins Designhotel Harry’s Home geht – sehr zu empfehlen, da zentrumsnahe und megamodern, vor allem, wenn man auf GRÜN steht 😉

Morgen endlich Wachau in Sicht und wir hoffen echt diesmal auf SONNE, ich mag nicht mehr mit 4 Schichten Gewand herumfahren….

Juni 29

Wettertief = Stimmungstief

Es reicht schön langsam mit der grauen Stimmung und dem schlechten Wetter von in der Früh weg!!!

Die letzten Tage waren schon in der Früh weg bewölkt und leicht regnerisch, sodass man halt schon mit Regenkleidung starten muss. Der Wind ist am meisten zermürbend, weil es dadurch gleich mal kälter wird.

Also – Stimmung derzeit bei 😡.

 

Wir würden gerne STS singen: Do kummt die Sun – düdelüdü….!!!!!!!!!

Juni 28

Die 6. Etappe

Gone with the wind … ein lästiges Übel, das uns eine schöne Zeitlang zumindest noch regenfreies Wetters bescherte!

In Maurach wurde in aller Kürze der Achensee be-/gesucht und für absolut badetauglich empfunden.

Und wie man am Foto gut erkennt, war das Wasser unten blauer als der Himmel oben – wir hatten also nicht mehr viel Zeit zum Verweilen – so sind wir dann schon bei leichtem Nieselregen gestartet.

Auf der Strecke gab es wenig Spektakuläres, einfach nur schönes Österreichland 🙂

Die Streif wurde von uns gestreift, die Wiese samt großer roter Gams fotografiert und weiter ging es – bei einsetzenden Regen, also Regenklamotten wieder hervorgeholt und übergezogen so rasch es ging. Jetzt hatten wir ja schon eine gewisse Übung drin.

Zu Mittag entschieden wir uns statt Stanglwirt (riesiges Anwesen in Going!!!) für Schachtelwirt in St. Johann.

Beim kleinen deutschen Eck haben wir den österreichischen Zollbeamten zugewunken, die dort auf fette Beute hofften. Ein Foto ging sich allerdings noch aus:

Bis wir schließlich in Salzburg angekommen sind, der Stadt der fehlenden Beschilderung, sodass wir dort etliche Kilometer mehr auf den Zähler brachten.

Endziel ist der Aichingerwirt in Mondsee, unser Lieblingsaufenthalt auf der Tour (wenn man Podersdorf und den Neusiedlersee komplett ausklammert).

Insgesamt wurden bei dieser Etappe 198 km abgespult.

Juni 27

Die 5. Etappe

Eigentlich ist die 5. Etappe die umgekehrte 4. Etappe, nur sieht man alles nun aus einer anderen Perspektive….

In Bregenz also bei leichtem Regen und mit schweren Herzen ab (es ist so schön hier), durch Vorarlberg durch, wieder über den Arlberg – verfolgt von schwarzen Wolken, in Innsbruck noch schnell das Einkaufszentrum gestürmt, es ist ja Ausverkauf und noch eine Lücke in der Tasche frei. Weiter über Schwaz, Jenbach nach Maurach am Achensee nach 255 km mit einem Bärenhunger angekommen.

Da es auf der Strecke keine allzugroßen Sehenswürdigkeiten gab, an dieser Stelle nur ein paar Kleinigkeiten zu Orten oder Gegebenheiten:

  • in Dalaas (vor dem Arlberg) haben wir vergeblich nach JR gesucht
  • bei Grins hatten wir nix zu Lachen
  • in Roppen gibt es keine weißen flauschigen Knuddeltiere sondern nur gestandene Tiroler
  • in den Ortschaften Windfang und Sonnenhang wird es schon so sein wie es ist
  • ist man durch die Kälte am Arlberg eingemummelt wie ein Nordpolforscher, grüßen einen auch die Harley-Fahrer – wohl eher aus Mitleid….

Der Tacho meiner Fly hatte kurz vor Imst einen coolen Stand, darum sei dieser hier auch gepostet:

Maurach ist bekannt für den Achensee und die vielen Touristen, die hier wohl alle dauerhungrig sein müssen, weil die Portionen riesig sind:

Morgen geht es nach Kitzbühel (Hahnenkamm) übers deutsche Eck nach Salzburg und dann weiter zum Mondsee.

 

Juni 26

Die 4. Etappe

Gruß aus dem Ländle…

Nach 217 km sind wir also in Hinter Arlberg angekommen. Ok, offiziell heißt es hier Vorarlberg!

Das kleine Land der vielen Leute und noch mehr Autos, den vielen Baustellenampeln und den Kuriositäten, wie ungewöhnliche Ortsnamen (Zwischenwasser oder Herrschaftswiesen) oder wie folgt: bei Erreichen der Landesgrenze wird man begrüßt mit dem Hinweis “Achtung, Radarmessungen im ganzen Land möglich!“. Da bin ich ja richtig froh, wenn ich ab morgen wieder im radarfreien Restösterreich unterwegs sein kann!!

Darüber hinaus sind die Einheimischen sehr freundlich wie auch penibel: jeder Kreisverkehr darf nur mit max 40 km/h durchfahren werden. Ich glaube, hier habe ich mich unbeliebt gemacht….

Am Arlberg lautete das Motto: no Promis dafür umso mehr Brummis, da der Tunnel gesperrt war.

Das Wahrzeichen hier ist der Martinsturm, den man suchen muss. 

Die Seefestspielbühne (Carmen heuer am Plan) findet man schneller… nona liegt ja am See und unübersehbar.

 

So, jetzt genießen wir ein Gösser und warten auf Gulasch und Co.

Morgen wirds leider wieder eine nasse Partie und das kommt nicht vom Baden!!

Juni 26

Umdisponierung

Aufgrund einer angekündigten Schlechtwetterfront aus Westen (!!) mussten wir nun so umdisponieren, dass wir auf den Rasttag in Bregenz zur Gänze verzichten, dafür nur dort ankommen, 1 Foto machen und am nächsten Tag gleich kehrt machen, um erneut über den Arlberg retour zu fahren Richtung Salzburg.

Drückt uns die Daumen auf halbwegs trockene Fahrten!! Heute gehen wir noch Reserve-Pullis und Shirts einkaufen und ein Paar Schuhe für eine allfällige  nochmalige Regenfahrt.

WER von euch hat da nicht aufgegessen, dass wir schlechtes Wetter haben – hä????!!!

Juni 25

Die 3. Etappe

Heute war eindeutig Regenbekleidungstestungstag und das mehr als uns lieb war. Fazit: nie mehr wieder beim Kauf sparen, wenn wir länger als 1 Stunde trocken bleiben wollen!!

Sogar die Kühe am Gerlospass (17% Steigung) haben sich gewundert, was wir da machen und den Kopf geschüttelt.

Ansonsten sind wir um wichtige Erfahrungen reicher: Kurven vorsichtig befahren – quasi mit 30 km/h herumschleichen, nicht in den Spurrillen fahren und auf jeden Fall Zebrastreifen und Kanaldeckel meiden, denn megarutschig.

Pudelnass wurde also Innsbruck nach 128 km und einer 2,5 Stundenfahrt in strömenden Regen erreicht. Die Krimmer Wasserfälle wurden auf die Mit-Auto-Besuchsliste verschoben.

Einchecken ins Hotel, trockenlegen – klar muss es 1/2 Stunde nach unserer Ankunft wieder schön warm werden – dann in die Altstadt, das Goldene Dachl fotografieren und auf die Suche nach Futter machen.

Dieses in Form eines Burgers und Ofenkartoffel mit Chilli gefunden, nun grasen wir die Altstadt ab.

Natürlich haben wir auch ein Gesamtfoto von Innsbruck – vom Flughafen aus mit Blick auf die Nordkette:

Morgen geht es weiter über den nächsten Berg Richtung Bregenz. Dann ENDLICH 1 Rasttag mit Sightseeing 🙂

Juni 24

Die 2. Etappe

Lienz – Heiligenblut – Großglockner Hochalpenstraße – Zell/See – Mittersill haben wir nun erfolgreich absolviert = 171 km

Das Stromschauen der Kapruner Stauseen haben wir uns erspart – zu viel Zeit am Glockner verbracht, dafür haben wir das Kitzsteinhorn im Nebel fotografiert (mit ein bissi Strom im Vordergrund).

Das Störende an der Hochalpenstraße waren eigentlich die vielen Kurven und die schöne Gegend, weil man da ja kaum zum Fahren kommt ;-). Darüber hinaus muss man sich mit noch langsamer Fahrenden abplagen, wie bsp.weise stinkigen Autobussen oder Oldtimer-Feuerwehrautos.

Bergab war es ebenfalls mühsam: Jacke aus – Jacke an, denn besser Fleece als Freeze!

Großer Respekt gehört jedoch jenen, die diese Strecke, wie auch schon mein Vater, mit dem Fahrrad absolvieren. Auch heute gab es wieder viele, auch einige Frauen, die es wissen wollten. Den größten Vorteil, den die haben? Sie zahlen keine EUR 25,50 als Benützungsgebühr.

Oben angelangt ist man schon ziemlich beeindruckt!!! Ich suchte zwar vergeblich die viel gepriesenen Murmeltiere, diese gibt es offenbar nur millionenfach im Souvenirshop, u.a. auch eines für mich zu Hause:

Morgen bekommen leider wir laut Einheimischen und Wetterbericht ausgiebigst die Gelegenheit, unsere neue Regenkleidung zu testen. Passend dazu ja auch unser Vorhaben: die Krimmer Wasserfälle – tja, die werden wir dann aus jeder Richtung haben…..